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Informieren und Vernetzen. Die Angebote auf der Online-Plattform von „work&study“

Redaktion NOH

Veröffentlicht am 26.03.20


Von Sébastien Arbour, André Kless, Mariela Neidenoff, Nadine Pietzko, Katharina Schell, Benedikt Vogel, Projekt work&study

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und eines potentiellen Fachkräftemangels ist es eine der zentralen Herausforderungen im heutigen Bildungssystem, die Studienstrukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung an die Anforderungen des lebenslangen Lernens anzupassen. Es besteht ein hoher Bedarf an Möglichkeiten, die es Menschen mit stetig diverser werdenden Bildungsbiographien erlauben, in Abstimmung auf ihre individuellen Lebenssituationen bedarfs- und nachfrageorientierte Bildungsangebote wahrzunehmen. Dabei geht es nicht zuletzt auch um die Steigerung der Bildungsbeteiligung sowie der Durchlässigkeit zwischen beruflichem und akademischem Bildungssystem.

Ausgehend von diesen Herausforderungen hat das Projekt „work&study“ das Ziel, einen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengang insbesondere für die Zielgruppe der nicht-traditionell Studierenden zu entwickeln. Darunter werden Personen verstanden, die aufgrund beruflicher oder familiärer Pflichten stark eingebunden sind, ihre Studienzugangsberechtigung beruflich erworben haben oder auch Studienabbrecher*innen sind. Dieser Gruppe ist es nicht möglich, regelmäßig Präsenzveranstaltungen auf dem Campus wahrzunehmen, weshalb im Projekt „work&study“ für die Entwicklung des Studienangebots die Umsetzung des Blended-Learning-Formats leitgebend war. Da an dem Projekt mehrere Hochschulen – die Hochschule Koblenz, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Hochschule Worms und die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes – beteiligt sind, konnten im Projektverlauf außerdem die Bedingungen und Hürden bei der Einrichtung von länder- und hochschulübergreifenden Studienangeboten ausgelotet werden.

Vielfältige Informationen auf der Online-Plattform

Unter Beteiligung des Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) wird schließlich eine Vernetzungs- und Informationsplattform entworfen, die zentrale Ergebnisse des Projektes präsentieren wird und damit Orientierung und Unterstützung bei Fragen schafft, welche die Umsetzung des Blended-Learning-Formats, die Nutzung und Erstellung von online-Tools für die Lehre oder auch grundlegend die Implementierung von neuen Studienangeboten betreffen. Konkret werden die Informationen auf der Plattform in vier inhaltliche Bereiche sowie einen Community-Bereich gegliedert. Die erste inhaltliche Kategorie widmet sich dem Thema „E-Learning“. Da für die Gestaltung flexibler Lehre Tools und Apps eine besondere Rolle einnehmen, wurde bei „work&study“ mit Mathcoach eine App entwickelt, um mit wenigen Handgriffen online Matheaufgaben generieren zu können. Mit dem LearningApp-Marketplace wurde weiterhin ein Unterstützungssystem erarbeitet, mithilfe dessen Lehrende unter Zuhilfenahme einzelner Komponenten individuelle Apps erstellen und gemäß ihren Bedürfnissen in der Lehre einsetzen können. Die zweite inhaltliche Kategorie „Lehre & Didaktik“ stellt Lehrenden Unterstützung bereit, um ihren Unterricht im Blended-Learning-Format zu organisieren. Informationen reichen von Anleitungen zur Erstellung von eigenen Screen- oder Podcasts bis hin zu Informationen zu ihrer barrierefreien Gestaltung.

Neben Facetten der Lehre werden auch strukturelle Problemfelder beleuchtet. In der Kategorie „Anrechnung“ werden Hilfestellungen für den Umgang mit außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen gegeben und neben einer Einführung in den Problemkontext auch zahlreiche Beispiele für Handhabungen in der Praxis präsentiert. Im Bereich „Flexible Studienformate einrichten“ geht es noch einmal grundsätzlich um die strukturellen und organisatorischen Hürden und Fallstricke, die einem bei der Einrichtung von neuen flexiblen Studienformaten insbesondere im hochschul- und länderübergreifenden Kontext begegnen können. Anhand eines idealen Prozessverlaufs der Implementierung kann ein Überblick gewonnen werden über die vielen Einflussfaktoren und notwendigen Maßnahmen.

Für einen Austausch und individuelle Information

Besonders zu betonen ist schließlich der Community-Bereich. Hier können jegliche Fragen und Ideen zu den Themen der Plattform und darüber hinaus aufgeworfen und diskutiert werden und so Interessierte individuelle Informationen und Rat erhalten. Darüber hinaus soll jedoch ebenso ein Austausch der Fachcommunity, wie den Mitarbeiter*innen der anderen Projekte des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ bzw. derjenigen ermöglicht werden, die konkrete Anliegen zur Entwicklung, Umsetzung und Einrichtung von neuen flexiblen Studienangeboten haben.

Gerne möchten wir hiermit alle Projekte und Interessierten zu einem Besuch der Informationsplattform „work&study“ einladen. Wir freuen uns, wenn Sie das Informationsangebot, das über die nächsten Monate noch weiter ausgebaut wird, nutzen und kommentieren und im Community-Bereich zu den vielfältigen Themen des gesamten Wettbewerbs mitdiskutieren. Auf diese Weise wird ein Ort geschaffen, an dem – auch über das Ende des Wettbewerbs hinaus – Ideen und Ergebnisse weiterentwickelt und präsentiert werden und dynamisch wachsen können.

Die Plattform ist eingebettet in das Lern-Management-System OpenOlat. Ein Zugriff ist jedoch ohne Login möglich. Zur Plattform geht es HIER.

Weitere Infos auf www.work-and-study.info

Verantwortlich für den Inhalt des Beitrags:

Redaktion NOH, Hochschule Koblenz

work&study

Weiterführende Informationen:

Link zur Website: www.work-and-study.info
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