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Bedarfsorientiert, innovativ, praxisnah: Musikalisch-kulturelle Bildung 0–10

Redaktion NOH

Veröffentlicht am 26.03.20


Von Kathleen Posvic, Projekt LLLmuBi

An der Hochschule für Künste Bremen ist in dem Projekt LLLmuBi im Rahmen der 2. Wettbewerbsrunde des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ der weiterbildende Masterstudiengang „Musikalisch-kulturelle Bildung 0–10“ entwickelt und in zwei Durchläufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten erprobt worden. Als bundesweit erste künstlerische Hochschule kann die HfK Bremen damit ein weiterbildendes Studienangebot für die musikalische Arbeit mit Kindern in der Altersspanne von 0-10 Jahren vorhalten und damit eine sehr breite und multiprofessionelle Zielgruppe adressieren:

Angesprochen sind Menschen aus Musikberufen mit künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Studienabschlüssen, fachnah und fachfremd unterrichtende Lehrpersonen für Musik in den Grundschulen sowie Menschen aus sozialen und therapeutischen Berufsfeldern mit einer hohen Affinität zur Musik. Das Studium ist, um den sehr unterschiedlichen Weiterbildungsbedarfen zu entsprechen, baukastenartig angelegt: Nach erfolgreicher Akkreditierung wird das Programm sowohl als weiterbildender Master mit 60 ECTS als auch als Zertifikatsstudium mit einzeln belegbaren Modulen studierbar sein. Die Module können zum Masterabschluss akkumuliert werden.

Das Angebot entspricht passgenau aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen, die zunehmend auf die Verzahnung der bislang separat betrachteten Lernorte Krippe, Kita und Schule und ein darauf basierendes gemeinsames Bildungsverständnis zielen. Neben der Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen wird mit dem Weiterbildungsangebot zudem das transdisziplinäre Arbeiten zwischen den verschiedenen Kunstsparten (Musik, Visuelle Künste und Darstellendes Spiel) fokussiert.

Die Teilnehmenden eignen sich im Verlauf des Studiums das Repertoire für ein methodisch vierfältiges Musizieren mit Kindergruppen an. Sie entwickeln neben allgemein musikpädagogischen Kompetenzen ihre instrumentalen und stimmlichen Fähigkeiten sowie ihr Potential, Bewegung und andere Ausdrucksformen in den Musikunterricht zu integrieren. Im gesamten Lernprozess bietet das eigene Berufsfeld die Gelegenheit, das Gelernte unmittelbar anzuwenden und den Lernprozess kontinuierlich zu reflektieren.

Der Theorie-Praxis-Transfer wird durch ein Coachingprogramm weiter befördert. Es beinhaltet unter anderem das Coaching am Arbeitsplatz. Dadurch kann spezifischen Gruppenkonstellationen (z. B. heterogene Voraussetzungen in Bezug auf Alter, Sprachkenntnisse und Zugang zu kultureller Teilhabe) oder auch räumlichen Besonderheiten (z. B. Ausstattung mit Instrumenten) Rechnung getragen werden – Faktoren, die sich in der Theorie nur schwer simulieren lassen, aber großen Einfluss auf die Umsetzung des Gelernten und damit auch das Gewinnen von Sicherheit im Musizieren mit Kindergruppen haben.

Die positiven Evaluationen bestätigen die Entscheidung für das transdisziplinär angelegte und von den Künsten ausgehende Angebot. Das Studienangebot soll perspektivisch den aus der neuen Bildungskonzeption resultierenden Fort- und Weiterbildungsbedarf durch passgenaue Angebote sichern. Durch das gemeinsame Studieren und die damit verbundene unmittelbare Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen wäre damit künftig eine stabile Gestaltung der Übergänge zwischen den frühen, schulischen und weiterführenden ästhetischen Bildungsbereichen gesichert.

Kontakt

Kathleen Posvic

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Institut für musikalische Bildung in der Kindheit (ImBiK) 

Hochschule für Künste Bremen

Dechanatstraße 13–15, 28195 Bremen  

Tel.: 0421 9595-1631

E-Mail: k.posvic@hfk-bremen.de

Web: https://imbik.hfk-bremen.de


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